Raketen und Bomben treffen Zivilbevölkerung

Bomben, Raketen und Panzer

In der Ukraine bricht in den frühen Morgenstunden der Krieg aus. Im Westen, im Süden und im Osten hagelt es Raketen. Panzer fahren über die ukrainische Grenze hindurch. Bomben zerstören nicht nur militärische Einrichtungen und Flugplätze, sondern zertrümmern auch Wohngebiete.

Ukrainische Panzer bereiten sich auf Angriff vor

Laute Explosionen reissen die Menschen in der Ukraine aus dem Schlaf, erleuchten die Nacht. Sirenen ertönen laut und angsteinflössend. Russische Raketen treffen Wohnhäuser. Menschen gehen orientierungslos und blutüberströmt durch die Trümmer. 

Eine ältere Frau irrt mir leerem Blick umher. Ihre Kopfwunde ist nur provisorisch verbunden. Einem älteren Mann mit blutender Stirn steht die Angst ins Gesicht geschrieben. Ein kleiner Junge hat es nicht überlebt. Er kommt noch in der brennenden Wohnung ums leben. Einer der vielen Zivilisten, die bis jetzt den über 200 Angriffen der russischen Streitkräfte in diesen ersten Stunden des 24. Februars 2022 zum Opfer fielen. 

 Personen versuchen zu entkommen, doch sie stecken in Staus fest

Es sind unglaubliche Bilder, die die Welt aus Charkiw erreichen. «Die Leute hier sind in Panik», berichtet der freie Journalist Roman Schell aus der Millionenstadt im Nordosten des Landes am frühen Morgen, «sie verlassen die Stadt». Der Verkehr stocke in der Stadt, es bildeten sich lange Staus vor den Tankstationen, so der Reporter weiter. Jeder renne um sein Leben oder suche Schutz im Untergrund, wie zum Beispiel in der U-Bahn.

Die zweitgrösste Stadt der Ukraine Charkiw mit 1,5 Millionen Einwohnern liegt im Nordosten, 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. «Es ist nicht mehr möglich, die Ukraine mit dem Flugzeug zu verlassen», sagt Schell weiter. Es bleibe nur der Landweg – der Bus, das Fahrzeug. Doch nicht nur im Osten der Ukraine beängstigen menschliche Dramen.

Sämtliche Regionen der Ukraine werden angegriffen

 Putins gewaltige Armee beschiesst in dieser Nacht auch Ortschaften in der Region Lwiw im Westen, darunter auch den internationalen Flugplatz Ivano-Frankivsk, die Stadt Boryspil nahe Kiew, Dnipro in der Zentralukraine, Tschuhujiw im Gebiet Charkiw und Kramatorsk im Gebiet Donezk. Es wird von Angriffen auf die Hafenstadt Mariupol und von Explosionen im südlichen Odessa berichtet.

Russisches Militär habe Siedlungen und Gebiete entlang der Staatsgrenze sowie einige Flugplätze attackiert, teilte der Generalstab in Kiew mit. Videos zeigen Bomber, Marschflugkörper und Artillerie. Auch von Süden und von Norden her rollen Panzer in die Ukraine.

 Die Zahlen der Toten sind noch nicht bekannt

Präsident Wladimir Putin ordnet in der Nacht auf Donnerstag die militärische Invasion auf die Ukraine an. Ihr Ziel sei der Schutz der Personen, die seit acht Jahren Genozid und Misshandlung ausgesetzt gewesen wären, behauptet der Kreml-Chef und meint damit die russische Minderheit in der Region Donbass. Der Despot scheint sich um die ukrainische Bevölkerung nicht zu scheren. «Russland strebt die Entmilitarisierung und die Entnazifizierung der Ukraine an», sagt Putin weiter. Egal was komme. Seinen Krieg fängt er erbarmungslos von allen Seiten an. Wie viele Todesopfer es in diesen Morgenstunden gab, ist noch unklar.

Quelle: www.blick.ch

Autorin: Sophie Pixis

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